Klassische Schlaflieder: Brahms, Mozart und die alten Wiegenlieder
Die Wiegenlieder, die Eltern und Großeltern seit Generationen summen: woher sie kommen – und sanfte Musik im Geist dieser Tradition, die du dir gleich hier anhören kannst.
Die großen Klassiker
Ein paar Wiegenlieder kann fast jeder auswendig. Sie haben sich nicht ohne Grund gehalten: einfache Melodien, ein langsames Tempo und Worte von Ruhe und Geborgenheit. Diese hört man in deutschsprachigen Familien am häufigsten:
- Brahms’ Wiegenlied („Guten Abend, gut’ Nacht“) – op. 49 Nr. 4, 1868 von Johannes Brahms veröffentlicht; die erste Strophe stammt aus „Des Knaben Wunderhorn“. Die sanft wiegende Melodie erkennt man sofort, auch ganz ohne Text. In unserer Sammlung findest du eine instrumentale Fassung davon: „Moonlit Wiegenlied“.
- Das sog. Mozart-Wiegenlied („Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein“) – lange wurde es Mozart zugeschrieben, tatsächlich stammt es aber von Bernhard Flies (1796). Ob Mozart oder nicht: Es ist wunderbar ruhig und heißt in vielen Familien bis heute einfach „das Mozart-Wiegenlied“.
- Sandmännchen („Die Blümelein, sie schlafen“) – ein altes Volkslied, das Brahms für seine Volks-Kinderlieder bearbeitet hat. Das Sandmännchen, das den Kindern Schlaf in die Augen streut, gehört seitdem fest zur Schlafenszeit.
- Der Mond ist aufgegangen – das Abendlied von Matthias Claudius (1779), gesungen auf die Melodie von Johann Abraham Peter Schulz. Still, feierlich und in vielen Familien das letzte Lied des Tages.
- Schlaf, Kindlein, schlaf und Guter Mond, du gehst so stille – zwei Volkslieder, die so eng mit der Kindheit verbunden sind, dass kaum jemand noch weiß, wer sie einem beigebracht hat: das eine das deutsche Schlaflied schlechthin, das andere ein Lied aus dem 18. Jahrhundert.
- Weißt du, wie viel Sternlein stehen (Wilhelm Hey, 1837) und Eia popeia – stillere, zärtliche Klassiker, genau richtig fürs Ende des Abendrituals.
Gut zu wissen: Viele klassische Wiegenlieder sind gemeinfrei, ihre Aufnahmen aber nicht. Deshalb ist eine ruhige Instrumentalfassung, die du beliebig oft wiederholen kannst, um zwei Uhr nachts so praktisch.
Sanfte Wiegenlieder zum Sofort-Anhören
Unsere Sammlung ist ruhige Instrumentalmusik im Geist dieser Klassiker – ohne Gesang und in nahtloser Dauerschleife. Tipp auf ein Stück, um es anzuhören:
So wird ein Schlaflied zum Einschlafsignal
Die Magie eines klassischen Wiegenlieds steckt nicht nur in der Melodie, sondern in der Wiederholung. Dieselbe sanfte Musik, zur selben Zeit, jeden Abend, hilft dem Gehirn deines Babys, diesen Klang mit Schlaf zu verbinden. So holst du am meisten heraus:
- Such dir ein Schlaflied aus und bleib ein paar Wochen konsequent dabei.
- Halte die Lautstärke niedrig, etwa so laut wie ein leises Gespräch.
- Lass es ohne Unterbrechung laufen; Musik, die mitten im Mittagsschlaf abbricht, kann ein Baby mit leichtem Schlaf wecken.
- Mach die Musik langsam leiser, statt sie abrupt auszuschalten.
Die App Lullaby übernimmt die letzten beiden Punkte für dich: nahtlose Wiederholung die ganze Nacht und ein Schlaf-Timer, der die Musik ausblendet, sobald dein Baby eingeschlafen ist.
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Häufige Fragen
Welche klassischen Schlaflieder sind die bekanntesten?
Im deutschsprachigen Raum vor allem Brahms’ Wiegenlied „Guten Abend, gut’ Nacht“, „Schlaf, Kindlein, schlaf“, „Der Mond ist aufgegangen“, „Guter Mond, du gehst so stille“ und „Weißt du, wie viel Sternlein stehen“. Dazu kommt das sog. Mozart-Wiegenlied „Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein“, das in Wahrheit von Bernhard Flies stammt.
Muss ich das Schlaflied selbst singen?
Nein. Leise abgespielte instrumentale Einschlafmusik wirkt genauso gut wie Singen. Wichtig ist, dass sie langsam, sanft und gleichmäßig ist. Spiel oben einfach ein Stück ab und lass die Musik ihre Arbeit machen.
Wo kann ich diese Stücke die ganze Nacht abspielen?
Lade die App Lullaby und schalte Wiederholen ein – oder entdecke weitere Schlaflieder für Kinder und Babys.