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Was ist ein Schlaflied?

Ein Schlaflied ist ein sanftes, beruhigendes Lied, mit dem ein Kind in den Schlaf begleitet wird – eine der ältesten Musikformen der Menschheit, zu finden in jeder Kultur der Welt.

Woher die Wörter kommen

Das Wort Schlaflied sagt schon alles: das Lied zum Einschlafen. Das ältere Wiegenlied kommt von wiegen – dem sanften Hin und Her der Wiege, in der Babys früher geschaukelt wurden, oder der Arme, die das heute übernehmen. Im Alltag meinen beide dasselbe; „Wiegenlied“ klingt nur etwas feierlicher und begegnet dir vor allem bei den klassischen Stücken.

Noch älter als die Wörter sind die Laute selbst. „Eia popeia“ – bekannt aus „Eia popeia, was raschelt im Stroh“ – ist reine Lautmalerei des Wiegens, genau wie das „na, na, na“ der spanischen nana oder das italienische ninna nanna. Das englische lullaby verbindet lull (beruhigen, einlullen) mit bye. Verschiedene Klänge, derselbe Instinkt.

Was ein Lied zum Schlaflied macht

Ein Schlaflied erkennt man daran, wie es klingt, nicht daran, was es erzählt. Fast alle – aus jedem Jahrhundert und jeder Kultur – folgen demselben Rezept:

Der Text ist nicht nötig. Summen funktioniert. Eine Spieluhr funktioniert. Deshalb sind instrumentale Schlaflieder – wie die unten – in allem, was für ein müdes Baby zählt, echte Schlaflieder. Und das Rezept wirkt wirklich: Es kündigt den Schlaf an, beruhigt und deckt Geräusche zu. Wie genau, erklären wir bei warum Schlaflieder Babys beim Einschlafen helfen.

Eine ganz kurze Geschichte

Schlaflieder sind uralt: Ein babylonisches Wiegenlied ist auf einer rund 4000 Jahre alten Tontafel erhalten, und seitdem hat praktisch jede Kultur ihre eigenen gesungen. Die meisten wurden mündlich weitergegeben, von Eltern zu Kindern. Im deutschen Sprachraum sammelten Achim von Arnim und Clemens Brentano Anfang des 19. Jahrhunderts solche Lieder in Des Knaben Wunderhorn – darunter eine Fassung von „Schlaf, Kindlein, schlaf“, das bis heute in fast jedem Kinderzimmer gesummt wird. Aus derselben Sammlung stammt auch die erste Strophe des berühmtesten geschriebenen Schlaflieds: 1868 veröffentlichte Johannes Brahms sein Wiegenlied, das hier jeder unter seiner ersten Zeile kennt – „Guten Abend, gut’ Nacht“. Du findest es mit seinen Geschwistern in unserem Ratgeber zu den klassischen Schlafliedern.

Hör gleich eines an

Die Theorie ist schön, aber hier ist die Sache selbst. Tipp, um ein sanftes, modernes Schlaflied abzuspielen:

Tipp: Die Lullaby-App spielt jedes Schlaflied die ganze Nacht ohne Unterbrechung und lässt es mit dem Schlaf-Timer langsam leiser werden.

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Häufige Fragen

Was bedeutet Schlaflied?

Ein Schlaflied ist ein sanftes, beruhigendes Lied, mit dem ein Kind zur Ruhe gebracht und in den Schlaf begleitet wird. Das ältere Wort Wiegenlied kommt von „wiegen“: Es ist das Lied, das man singt, während man das Baby in der Wiege schaukelt.

Ist ein Schlaflied dasselbe wie ein Wiegenlied?

Im Alltag ja. „Wiegenlied“ ist das ältere Wort und klingt heute etwas feierlicher – man hört es vor allem bei klassischen Stücken wie Brahms’ Wiegenlied. „Schlaflied“ ist das Wort, das Eltern heute meistens benutzen.

Muss ein Schlaflied einen Text haben?

Nein. Entscheidend ist, dass es langsam, sanft und wiederholend ist: Summen, eine Spieluhr oder eine instrumentale Melodie sind echte Schlaflieder.

Warum gibt es Schlaflieder in jeder Kultur?

Weil es in jeder Kultur müde Babys und müde Eltern gibt. Dasselbe Rezept – langsam, einfach, wiederholt – wurde überall unabhängig voneinander entdeckt, weil es einfach funktioniert.

Womit fange ich an?

Mit einem einzigen sanften Stück, das du regelmäßig spielst; unsere Vorschläge findest du bei den schönsten Schlafliedern für Kinder.

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