Die bekanntesten deutschen Schlaflieder
Langsame, leise Melodien, die für genau eine Sache gemacht sind: jemanden in den Schlaf zu begleiten. Hier findest du die alten Schlaflieder, die in fast jeder Familie gesungen werden – von „Schlaf, Kindlein, schlaf“ bis „Guten Abend, gut’ Nacht“ –, erfährst, warum diese einfachen Lieder bei uns allen wirken, und kannst sanfte Schlaflieder gleich hier kostenlos anhören.
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Tipp auf ein Stück, um ein sanftes Schlaflied zu hören – ohne App und ohne Anmeldung:
Tipp: Die App Lullaby wiederholt jedes Schlaflied nahtlos die ganze Nacht und macht es mit dem Schlaf-Timer nach und nach leiser.
Die alten Schlaflieder, die wir alle kennen
Einige Schlaflieder begleiten Kinder im ganzen deutschsprachigen Raum seit Generationen in den Schlaf. Die meisten Melodien kannst du wahrscheinlich auswendig mitsummen:
- Schlaf, Kindlein, schlaf – das deutsche Schlaflied schlechthin: „Der Vater hüt’ die Schaf …“. Kaum ein Kind, dem es nicht irgendwann vorgesungen wurde.
- Guten Abend, gut’ Nacht – Brahms’ Wiegenlied von 1868; die erste Strophe stammt aus der Liedersammlung „Des Knaben Wunderhorn“. Die Melodie, die wirklich jeder mitsummen kann.
- Guter Mond, du gehst so stille – ein Volkslied aus dem 18. Jahrhundert, so ruhig wie ein Blick aus dem Kinderzimmerfenster in den Nachthimmel.
- Weißt du, wie viel Sternlein stehen – Text von Wilhelm Hey, 1837: Hier wird gezählt und gestaunt, bis die Augen von allein zufallen.
- Der Mond ist aufgegangen – das Abendlied von Matthias Claudius aus dem Jahr 1779; eigentlich für Erwachsene geschrieben, in vielen Familien aber das Lied zum Licht-aus.
- Sandmännchen („Die Blümelein, sie schlafen“) – ein altes Volkslied, das Johannes Brahms vertont hat: Das Sandmännchen streut den Kindern Schlaf in die Augen.
- Eia popeia, was raschelt im Stroh – ein Volkslied mit dem uralten Wiegen-Ruf „Eia popeia“; kurz, einfach und schnell gelernt.
- Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein – das sogenannte Mozart-Wiegenlied, das in Wahrheit von Bernhard Flies stammt; mehr dazu bei den klassischen Schlafliedern.
- La-Le-Lu – kein altes Volkslied, sondern ein Filmlied von 1955, das trotzdem für viele Eltern fest zum Abendritual gehört.
Weil Schlaflieder mündlich weitergegeben wurden und nicht auf Papier, gibt es von den alten Liedern oft Dutzende Varianten: Jede Oma, jede Mama singt ihre eigene. Genau das macht sie so persönlich. Die Liedtexte findest du hier nicht, dafür aber Musik, zu der du die Worte auf deine Weise singen kannst. Woher die ältesten kommen, erzählen wir bei den klassischen Schlafliedern, und alle unsere Stücke findest du unter Schlaflieder für Kinder und Babys.
Was ein Schlaflied wirken lässt
In allen Kulturen landen Schlaflieder beim selben Rezept – nicht, weil es eine Regel gäbe, sondern weil genau das ein Baby beruhigt:
- Langsam – etwa 60–80 Schläge pro Minute, wie ein ruhiger Herzschlag.
- Leise – gedämpft, ohne Ecken und Kanten, ohne Überraschungen.
- Wiederholend – kurze Phrasen, die immer wiederkehren; man lässt sich leicht davontragen.
- Einfach – eine kleine Melodie, die hin und her schaukelt wie eine Wiege.
Was hinter diesem Effekt steckt, erklären wir unter Warum Schlaflieder beim Einschlafen helfen.
Kommt es auf den Text an?
Weniger, als du denkst. Ein Schlaflied lebt davon, wie es klingt, nicht davon, was es erzählt: Deshalb funktioniert auch Summen, und deshalb wirken Schlaflieder ohne Gesang (wie die im Player oben) genauso gut. Dazu kommt ein praktischer Vorteil: Ohne Text, der irgendwann zu Ende ist, kann eine instrumentale Melodie die ganze Nacht ohne harte Pause in Dauerschleife laufen. Wenn du reine Musik magst, schau bei der Einschlafmusik vorbei.
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Häufige Fragen
Welche alten Schlaflieder sind die bekanntesten?
Im deutschsprachigen Raum vor allem „Schlaf, Kindlein, schlaf“, „Guten Abend, gut’ Nacht“ (Brahms’ Wiegenlied), „Guter Mond, du gehst so stille“, „Weißt du, wie viel Sternlein stehen“ und „Der Mond ist aufgegangen“. Dazu kommen „Sandmännchen“, „Eia popeia“ und das Filmlied „La-Le-Lu“. Fast alle alten Lieder gibt es in vielen Varianten, weil sie über Generationen mündlich weitergegeben wurden.
Braucht ein Schlaflied einen Text?
Nein. Was ein Lied zum Schlaflied macht, ist sein Klang – langsam, leise und wiederholend –, nicht der Text. Summen, Spieluhr-Melodien und Instrumentalversionen funktionieren genauso gut und lassen sich meist leichter die ganze Nacht wiederholen.
Helfen Schlaflieder auch Erwachsenen?
Ja. Dieselben Eigenschaften, die ein Baby beruhigen – ein langsames Tempo nahe am ruhigen Herzschlag, sanfte Wiederholungen und keine Überraschungen –, helfen auch Erwachsenen beim Abschalten. Viele nutzen Schlaflieder ohne Gesang als ruhige Einschlafmusik.
Womit fange ich an?
Spiel einfach eines der Stücke oben ab oder schau dir die schönsten Schlaflieder für Kinder an.